Spandauer BlasOrchester 1960 e. V.
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Chronik 1980-1989

1980 Die stolze Zahl von 20 Jahren unseres Bestehens ist erreicht.

In den Becher der Freude fällt jedoch auch ein Wermutstropfen, denn Werner K. Holzmüller legt nach zwei Jahrzehnten, in denen er durch seine große fachliche Kompetenz dem Orchester zu einer musikalischen Substanz verholfen hat, den Taktstock aus der Hand.
Mit der Überreichung der "Goldenen Trompete" beim Jubiläumskonzert und einem Abschiedskonzert im Kant-Gymnasium drückt das Orchester seinen Dank aus.
Sein Nachfolger ist Bernhard Schneider, unser 1. Hornist, Organist und Kirchenmusiker.

1981 Werner K. Holzmüller wird noch einmal "rückfällig". Aus Anlass eines Fußballspiels im Berliner Olympia-Stadion schwingt er vor 80.000 Besuchern den Taktstock, als das Spandauer Blasorchester mit flotten Marschrhythmen einmarschiert.
Eine weitere unterhaltsame Orchesterreise bringt uns nach Worms zum traditionellen "Backfischfest".
1982 Anlässlich der 750-Jahr-Feier unseres Heimatbezirkes sind wir auf verschiedensten Veranstaltungen. Der große Festumzug, die RIAS-Nachtparty aus dem Spandauer Ratskeller und das erste Pfingst-Frühkonzert auf dem Spandauer Markt müssen besonders hervorgehoben werden.

Außerdem bekommen wir beim Sender RIAS die Möglichkeit zu einem Live-Auftritt. In der Reihe ,,Im Verein vereint" wird eine ausführliche Selbstdarstellung unserer Vereinsgeschichte in Form einer Diskussion mit den Vereinsmitgliedern gesendet. Heute würde man Talkshow sagen.

Von diesem Ereignis haben wir noch Tonaufnahmen.

1983

Unser Dirigent Bernhard Schneider gibt aufgrund anderer Verpflichtungen die Leitung des Orchesters kurzfristig ab.
Unser neuer musikalischer Leiter, der ehemalige 1. Hornist an der Deutschen Oper Berlin, Eberhard Gerlach, besteht mit uns seine Feuertaufe beim "Laubenpieperfest" in Bonn. Bei der traditionellen Veranstaltung im Garten der Berlin-Vertretung gestalten wir ein sechsstündiges Abendprogramm und finden bei den anwesenden 5.000 prominenten Gästen lebhafte Zustimmung und helle Begeisterung.

Im Rosengarten

Manfred Potzies und Jürgen Bernacisko - Klarinette und Posaune am Schlagzeug

1984 Edlich – die U-Bahn fährt von Berlin nach Spandau, und wir spielen zur festlichen Eröffnung in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters und des Bezirksbürgermeisters.
Mit Marschmusik beteiligen wir uns am großen Festumzug anlässlich des 650-Jährigen Bestehens der Spandauer Schützengilde.
Mit einer Reise nach Gusterath/Trier steht unsere wohl längste Busfahrt an. Nach einigen musikalischen Darbietungen, einer schönen Rundfahrt durch Luxemburg und einer lustigen Weinprobe können wir diesen Ausflug ins Weinland Mosel wieder einmal als Erfolg verbuchen.
1985 25 Jahre Spandauer Blasorchester!

Mit einem Festball im Palais am See und einem Jubiläumskonzert im Kant-Gymnasium feiern wir unser Jubeljahr. Dabei werden acht noch aktive Mitglieder aus dem Gründungsjahr mit der silbernen Vereinsnadel ausgezeichnet.

Besetzung 1985

Das war das Orchester zum 25-jährigen Jubiläum

Zur Bundesgartenschau präsentieren wir mit unseren Gästen, dem Musikverein aus Gusterath, unser musikalisches Können innerhalb eines Festprogramms im Britzer Garten.
1986 Das SBO produziert seine dritte Schallplatte, sozusagen als Nachtrag zum 25jährigen Jubiläum. Fünf britische Militärorchester haben sich bereit erklärt, uns mit einem musikalischen Beitrag auf dieser LP zu unterstützen und gemeinsam mit der DLRG als Organisator den Reinerlös einem wohltätigen Zweck zuzuführen.
Mittlerweile steht auch die Siegerlandhalle 25 Jahre. Wir haben ihr zur Einweihung musikalisch alle guten Wünsche auf den Weg gegeben, und so sind wir auch zum Jubiläum mit einem klingenden Strauß dabei, mit unserem neuen Dirigenten, dem Musikpädagogen Norbert L. Weber.
1987 Auch die Stadt Berlin ist 750 Jahre alt. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten beteiligen wir uns musikalisch am "Unternehmen Medusa", einer Replikaktion des "Knüppelkrieges" aus dem Jahre 1567. Am 3. Mai 1567 besagten Jahres fielen in den frühen Morgenstunden mehrere Hundert Berliner mit Knüppeln bewaffnet in Spandauer Gebiet ein. Wackere Spandauer hielten standhaft dagegen und wären sicherlich der Berliner Übermacht unterlegen, hätten nicht Staakener Bauern zu Pferde die Spandauer unterstützt und die Berliner in die Flucht geschlagen.
Zum wiederholten Mal bestreiten wir mit britischen Militärorchestern den Deutsch-Britischen Freundschaftstag, diesmal in der Wilhelmstadt.
In diesem Jahr müssen wir leider unseren Probenraum in der historischen Zitadelle aufgeben.
1988 Auf dem Platz der Republik vor dem Berliner Reichstag nehmen wir am Europäischen Volks-Festival teil.
Aus Anlass des 40. Jahrestages der Berliner Luftbrücke veranstaltet die Royal Air Force auf dem Flughafen Gatow einen Tag der offenen Tür, und wir sorgen für die musikalische Unterhaltung.
1989 In unserem neuen Probenraum, der Aula der Wilhelm-Maybach-Oberschule, bringen wir der Arbeiterwohlfahrt zum 70-jährigen Bestehen ein Ständchen.
Beim Spandau-Renntag auf der Trabrennbahn Mariendorf bewegen wir uns zur Abwechslung auf ganz ungewohntem Terrain. Es spricht für unser Orchester, dass die hochgezüchteten Pferde beim Erklingen der Blasmusik nicht durchgehen.
Wir machen bei unseren Musikfreunden in Gusterath wieder einmal Quartier, um mit ihnen ein paar nette Stunden zu verbringen und um am 1. Bundesmusikfest in Trier teilzunehmen.

Urkunde Trier 1989

Beim Wertungsspiel in der Mittelstufe erringen wir einen 1. Rang mit Auszeichnung. Ein toller Erfolg für unser Orchester.

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